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Sonera bekräftigt das Aus für Quam

Leicht pikiert zeigte sich der finnische Telecom-Konzern Sonera von der gestrigen
 Ankündigung des Partners Telefonica, das Engagement bei der deutschen Quam
 zu beenden. Die Spanier hätten dies früher als vereinbart bekannt gegeben.
In den heute vorgelegten Zwischenbericht von Sonera aber lassen die Finnen keinen Zweifel
daran, dass vorläufig das Aus für die Group 3G, die in Deutschland mit der Marke Quam
auftritt, gekommen ist.

Ähnlich wie bei Telefonica begründet Sonera das Aus für Quam mit der eigenen finanziellen Lage.
Der finnische Telekomunikationsanbieter hat im zweiten Quartal des laufenden
Geschäftsjahres einen Verlust von 2,93 Milliarden Euro eingefahren.
Darin enthalten sind allerdings bereits die Abschreibungen in Höhe von 4,28 Milliarden Euro
für die UMTS-Investitionen in Italien und Deutschland. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und
 Abschreibungen (EBITDA) legte dagen um 60 Prozent auf 195 Millionen Euro zu. 
Die Schulden von Sonera sanken um 323 Millionen auf 2,14 Milliarden Euro.

Die Abschreibungen in deutschland seien auf Grund der Erfahrungen der Group-3G-Anteilseigner
mit der Marktentwicklung bei Mobilkommunikationen, den wachsenden Kapitalkosten
und den Verzögerungen beim 3G-Mobilfunk erfolgt, meinte Harri Koponen, Chef von Sonera.
"Auf Grund dieser Entwicklungen ist dei gegenwärtigeGeschäftsstrategie des Unternehmnes nicht mehr plausiebel.
Daher würden die gegenwärtigen Geschäftsaktivitäten von Group 3G eingestellt.

Was mit den 200.000 Kunden und den Mitarbeitern geschehen soll, sei noch nicht entschieden,
sagte mittlerweile ein Sprecher von Telefonica Moviles gegenüber dpa.
Man suche nach einer Lösung. Von dem Konsortium werde wohl nur ein kleines Büro
übrig bleiben. Wenn die UMTS-Technik so weit entwickelt sei, dass sie kommerziell
genutz werden könnte, werde entschieden, ob Quam neu belegt werden sollte.
An die Rückgabe der UMTS-Lizenz sei nicht gedacht.

Auszug aus www.heise.de/mobil/newsticker/meldung aus 2004

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